Riverside at Night – die Elbe bebt

Magdeburg macht sich. Während die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts vor einigen Jahren vor allem wegen ihrer Tristesse bekannt war, kann sie mittlerweile mit neuen Bauten und außergewöhnlichen Veranstaltungen auf sich aufmerksam machen.
Eine davon ist „Riverside at Night“, die einmal pro Jahr stattfindet. Bei dem Fest zieht sich ein Partyband entlang der Elbe. Den gesamten Abend werden die Besucher zum ausgelassenem Tanzen, Feiern und fröhlichem Beisammensein eingeladen. Dabei sein kann jeder, der Eintritt ist kostenlos. Busse und Schiffshuttles sorgen dafür, dass die Gäste problemlos von einem Veranstaltungsort zum nächsten gelangen.
Angefangen hat alles mit drei teilnehmenden Kneipen, vergangenes Jahr waren bereits acht Locations dabei. Am Start waren die Strandbar, der Montego Beach, die Württemberg, das Butler´s, das Le Frog, das L-BE, das Elbelandhaus und der Mückenwirt.
Die Veränderungen in Magdeburg werden bei einem Spaziergang entlang des Elbufers an diesem Abend besonders deutlich. Zu sehen sind die neue Sternbrücke, der Wissenschaftshafen, aber auch geplante Bauvorhaben. Vor allem aber die umfangreiche Gastronomieszene ist ein Zeichen für das Aufblühen der Stadt.
„Riverside at Night“ hat sich zum Ziel gesetzt, die unterschiedlicher Geschmäcker und Vorlieben zu bedienen. Kein Wunder also, dass es in den einzelnen Locations ganz verschiedene Angebote gibt. Während man sich im L-BE Jazz-, Pop- und Rockeinlagen hingeben kann, ist am Montego-Beach Clubbing angesagt. Auch die Modebegeisterten kommen auf ihre Kosten, denn Interessenten können dem Pre-Casting für die Fashion-Show Modavision beiwohnen. An der Strandbar gibt es Rumba, Flamenco und Funk, im Butler´s dominieren Töne der 80er Jahre, im Mückenwirt gibt es Country und Rock’n’Roll.



Die Frauenkirche – ein Symbol der Versöhnung

Wer Urlaub in Dresden macht, kommt um einen Besuch der Frauenkirche kaum herum. Die Kirche zählt neben Semperoper und Zwinger zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der sächsischen Landeshauptstadt. Und das zu Recht. Das Bauwerk spiegelt nicht nur eine lange Geschichte des Aufbaus und der Zerstörung, sondern ist gleichzeitig auch ein Symbol der Versöhnung.
Die Frauenkirche hieß ursprünglich Kirche Unserer Lieben Frauen und ging namentlich auf die Heilige Maria zurück. Die evangelisch-lutherische Kirche wurde zwischen 1726 und 1743 gebaut und ist somit ein Zeugnis des Barocks. Der prachtvolle Sakralbau und die große Kirchenkuppel versetzen Besucher noch heute in eine längst vergangene Zeit zurück.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Frauenkirche während eines Luftangriffs auf Dresden schwer beschädigt und stürzte am 15. Februar 1945 ausgebrannt zusammen. Die Ruine blieb viele Jahre erhalten. In der DDR diente sie als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung. Erst 1994 begann der Wiederaufbau, der 2005 abgeschlossen werden konnte. Seitdem steht die Frauenkirche für Versöhnung. Der Wiederaufbau kostete etwa 180 Millionen Euro. 115 Millionen Euro wurden durch Spenden aus aller Welt aufgebracht. Das restliche Geld stellte die Stadt Dresden, Sachsen sowie der Bund zur Verfügung.
Seit der Wiedereröffnung finden sonntags Gottesdienste statt, an Werktagen gibt es Mittags- und Abendandachten mit Orgelmusik. Außerdem finden Sonntagsmusiken, Orgelkonzerte und geistliche Konzerte statt, Trauungen und Taufen sind in der Frauenkirche möglich. Seit der Eröffnung waren mehr als 2,5 Millionen Besucher in der Frauenkirche. Zeitweise führte das die Kapazität des Gebäudes an ihre Grenzen, vor den Eingangstüren bildeten sich regelmäßig Schlangen, die mehrere Hundert Meter lang waren.